Zum Nachdenken
Seit Jahrzehnten befinden wir uns in einer Bildungskrise. Es wurde nach Ursachen gesucht und viele Lösungen ausprobiert. Letztendlich einigte man sich darauf, dass es an der Ausstattung der Schulen mit elektronischen Hilfsmitteln liegt. Seit Jahren wird nun der Einsatz von Computern und ähnlichem verstärkt. Seit Jahren verstärkt sich aber auch das Bildungsproblem mehr. Die Lösung dazu, so denkt man, wäre es noch mehr elektronische Hilfsmittel einzusetzen. Der Trend, welcher erkennbar ist, wird sich weiter so fortsetzen. Irgendwann wird man zu der "Erkenntnis" kommen, dass die junge Generation nicht mehr ausbildungsfähig sei. Sie wird durch Maschinen ersetzt werden, bevor sie überhaupt eine Change hatte sich zu beweisen und die jungen Leute werden eine "Pille" bekommen, um sich nicht so nutzlos zu fühlen. Man will ja auch keinen Ärger mit ihnen haben, wenn man sie schon nicht mehr brauchen kann.
Es erfordert einiges an Verstand, um zu erkennen, wann ein eingeschlagener Weg in die Irre führt. Und es erfordert einiges an Mut sich dies einzugestehen und einiges an Beziehungen um dies zu ändern. Das sieht schlecht aus für unsere Jugend.
Elektronische Hilfsmittel sollen Denkvorgänge, Vorstellungsvermögen und Fantasie ersetzen, um Denken, sich Vorgänge vorstellen können oder eigenes erschaffen zu können, zu erlernen. Das wird nicht funktionieren. Der Weg zurück ist fast schon unmöglich.
Sicherlich wird man eine KI zu Hilfe nehmen, die vorbeugend schon mit den Daten gefüttert wurde, um auch das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Dann ist ja alles wieder gut. Also, her mit der "Pille". Das ist also auch keine Lösung.
Selbst denken erlernt man durch selbst denken, nicht durch denken lassen und das Ergebnis übernehmen.
In unserer etwas lethargischen und "selbst-denk-faulen Welt", ist das schon eine Herausforderung. Der Lohn ist aber eine Zukunft in Wohlstand und nicht im Schützengraben.
Franz Lehner
12.10.2026
