Stress

Bei Stress ändert der Körper seine Prioritäten. Er schaltet vom Normalmodus in den Überlebensmodus. Da kann es schon etwas unbequem werden. Viele bemerken dies zuerst an ihrer Verdauung. Blähbauch, Müdigkeit, Völlegefühl, Heißhungerattacken. Der Darm wird träge, der Körper anfälliger. Wenn es ums Überleben geht, wenn auch nur scheinbar, dann schaltet der Körper alle Funktionen ab, die er momentan nicht benötigt. Die Verdauung steht da ganz oben auf der Liste.

Der eine oder andere wird nun versuchen die Verdauung wieder in Ordnung zu bringen, aber Stress als Ursache davon, gar nicht in Betracht ziehen. Klar, an der Ernährung etwas zu ändern ist natürlich einfacher zu konfrontieren als zum Beispiel der Ärger mit den Kollegen oder ein versäumter wichtiger Termin. Es ist kein Fehler die Verdauung zu unterstützen, mit sinnvollen einfachen Maßnahmen, die man zu einer täglichen Routine macht, es wird aber nicht die Lösung sein.

Sie müssen wissen wie Stress entsteht und was er ist um ihn richtig nutzen zu können und Sie müssen Ihre Kompetenzen etwas höher schrauben, damit sie nicht gleich wieder bei jeder Krise in den Überlebensmodus schalten müssen. Sie brauchen Reserven für Notfälle.

Am Morgen ein Glas lauwarmes Zitronenwasser und einen Löffel Leinsamen, unterstützen die Verdauung mit wenig Aufwand.

Beim Essen vernünftig kauen und nicht so viel Luft schlucken ist auch hilfreich. Es schadet auch nicht, wenn man durch die Nase einatmet und durch den Mund ausatmet. So ist das von der Natur aus gutem Grund vorgesehen. Luft gehört hauptsächlich in die Lunge und nicht in den Bauch.

Der Überlebensmodus kann vom Körper selbst, durch Signale von außen oder von innen, also durch den Verstand, durch Gedanken, eingeschaltet werden.

Überlebensmodus für den Körper bedeutet, dass Reserven freigemacht werden und die eine oder andere Funktion in den Notlaufmodus geschaltet wird, um Energie zum Fliehen oder Kämpfen zu haben. Die Energie wird durch Hormonausschüttungen angeregt. Diese Energie sollte dann aber auch durch vermehrte Bewegung abgebaut werden oder die Hormone richten ihr Unheil im Körper an. Der Körper baut mit Bewegung den Stress ab.

Eine Bedrohung von außen kann man leicht erkennen. Der Körper reagiert dann dementsprechend, zum Beispiel mit einem schnellen Sprung zur Seite oder einem kurzen Sprint oder mit dem verzweifelten Festklammern an einem Geländer. Da ist man dann froh zusätzliche Energie zu haben. Dafür ist Stress da; zum Überleben in außergewöhnlichen Situationen.

Stress, verursacht durch Entscheidungen und Gedanken, aktiviert den gleichen Vorgang, wie Stress verursacht durch äußerliche Bedrohungen. Der Zweck ist ja, dass man Energie hat um sich zu entfernen. Ob mir ein bellender Hund nachläuft, was eine tatsächliche Bedrohung ist, oder der Gerichtsvollzieher, was keine körperliche Bedrohung ist, vor der Tür steht, wird den gleichen Mechanismus in Gang setzen. "Da will ich nicht sein", " ich will da weg".

Die größten Überlebensbedrohungen in der Arbeit sind zum Beispiel:

  • ich bin zu langsam,
  • ich komm da nicht mehr mit
  • das neue Zeug verstehe ich nicht mehr
  • wir müssen Stellen einsparen
  • ich bin zu oft krank
  • ich brauche mehr Zeit
  • was sollen da die Kollegen über mich denken
  • das darf keiner erfahren
  • hoffentlich muss ich das nicht bezahlen
  • da bin ich zu alt dazu.
  • ich komm mit dem Chef nicht zurecht
  • …….

Einfach alles, was die Arbeitsstelle und somit das Einkommen gefährden könnte.

Das läuft alles auf mangelnde Kompetenz oder mangelnde Fitness hinaus.

Mit Kompetenz kann man Fitness ausgleichen, mit Fitness aber nicht Kompetenz.

Mit Fitness können Sie aber die Stresshormone abbauen und dadurch körperliche Probleme vermeiden.

Stress ist ein Booster.

Profisportler arbeiten damit um auf Höchstleistung zu kommen.

Der einfachste Weg, um Stress zu vermeiden und die Leidensfähigkeit hochzuschrauben ist:

Arbeiten Sie an ihrer sozialen und fachlichen Kompetenz und bleiben Sie fit.

Gehen Sie das aber mit Bedacht an und machen Sie sich keinen Stress dabei.

Ein Plan hilft.