Verstellen Sie sich nicht, sonst haben Sie bald Leute um sich herum, die nicht zu Ihnen passen.
Humor
Die Art und Weise, wie ich Situationen und Umstände betrachte, sagen auch etwas über mich aus. Dem Arbeitsleben konnte ich durchaus seine humorvollen Seiten abgewinnen.
Eigeninitiative:
Bei der jährlichen Betriebsversammlung wird vom Chef mehr Eigeninitiative gefordert, da die Zeiten immer schwieriger werden.
Ein Schlosser und ein Mechaniker stehen vor einem schwergängigen Hallentor
Mechaniker: Da kommt ein Tropfen Öl drauf, dann geht es wieder.
Schlosser: Ach was, das machen wir erst mal warm, ich hol schon mal das Schweißgerät.
Ein Büroangestellter kommt vorbei.
Angestellter: Das muss das Facilitymanagement "händeln", ich geb schon mal einen "Call" ein.
Ein Mitarbeiter des Facilitymanagements kommt vorbei.
Mitarbeiter: Von wem ist das Tor, ich ruf da mal an.
Mittlerweile sind alle, bis auf dem Schlosser, dem Mechaniker und einem Lehrling wieder weg.
Schlosser zum Lehrling: Pass auf, dass keiner kommt und uns sieht, wir reparieren schnell das Tor.
Mechaniker zum Schlosser: Flamme oder Öl?
Schlosser: Lieber Öl, sonst kommt der Brandschutzbeauftragte und die Feuerwehr auch noch.
Mechaniker: Und wenn sich einer beschwert?
Schlosser: Dann war es der Lehrling, der hat Kündigungsschutz.
Das Tor war vor Feierabend noch fertig und keiner hat etwas bemerkt. Der "Call" wurde später als "erledigt, aufgrund eines Irrtums" abgeschlossen". Das Facilitymanagement ist noch in der Warteschleife des Herstellers des Tores. Der Lehrling wurde des öfteren zu besonderen Aufträgen herangezogen.
Der Chef hat noch ein Hallentor des selben Herstellers bestellt, da das alte besonders langlebig war. Die Putzfrau hat sich gefreut, dass das Tor nicht mehr klemmt.
Jeder hat im Rahmen seiner Möglichkeiten das Mögliche getan. Der Chef hat nie etwas davon erfahren.
Für Eigeninitiative brauchte es Eigeninitiative.
Franz Lehner
Feb. 2026
Inspiration liegt im Auge des Betrachters.
Ich war in einer Postfiliale und habe ein Paket aufgegeben. Die Filiale war in einem Sportgeschäft. Es war ein Geschäft für Bergläufer. In dem Laden hingen viele Urkunden und Medaillen. Der Chef war ein richtiger Profi, groß, hager, braungebrannt, wilde Haare, Vollbart.
Ich habe mich in dem Geschäft eine Weile umgesehen und mich daran erinnert, wie ich als junger Mann auch so gelaufen bin und habe abgewägt, was ich da noch machen könnte. Ich wollte gerade gehen, als mich der Besitzer ansprach.
Besitzer: "Kann ich ihnen helfen"?
Ich: "Ich habe nach einer Inspiration gesucht, aber das ist in diesem Geschäft in meinem Alter eher nicht möglich".
Besitzer: Er schaute mich kurz an und sagte: " Na, ja, wie wäre es mit einer Wärmedecke"?
Ich: ?!.
Das war keine schlechte Idee, aber daran dachte ich eigentlich weniger. Unnötig zu erwähnen, dass der Chef ein breites Grinsen im Gesicht hatte.
Aber, guter Laden, ein Profi sieht sofort was noch möglich ist.
schnell erkannt: Kundenbesuch
Drei Techniker müssen getrennt zum Kunden fahren. Der eine kommt rechtzeitig an, die anderen mit großer Verspätung.
Kunde: Warum kommen Sie den erst jetzt?
1.Techniker: Das Navi ist ausgefallen, ich hatte kein Netz.
Kunde: Ja haben Sie denn keine Karten.
1. Techniker: Doch.
Kunde: Und?
1. Techniker: Die konnte ich ohne Netz nicht öffnen.
Kunde: ?!!!!
Kunde zum anderen Techniker:
Wieso waren Sie dann pünktlich? Hatten Sie ein Netz oder eine Karte.
2. Techniker: Nein.
Kunde : Ja wie haben Sie dann den Weg gefunden?
2. Techniker: Ich war letzte Woche schon hier. Ich konnte mich noch daran erinnern.
Kunde: Schön, dass wenigstens einer seinen Verstand benutzt.
Techniker: Ja, genau.
Kunde zum dritten Techniker:
Und warum waren sie zu spät?
3. Techniker ?!! Ich war im Stau.
Kunde: So?
3. Techniker: ja, genau.
Kunde: ?!!! Die Maschine steht da hinten, sie ist frei und sauber. Die könnt ihr nicht verfehlen und der Weg ist auch frei.
Techniker: Super, wir wissen eine gute Vorbereitung zu schätzen.
Kunde: ja genau, ich auch.
Viele Kunden fragen später nicht mehr so genau nach. Sie vertrauen den Technikern, so wie die Techniker den Kunden vertrauen.
Fehleranalyse:
Ein Techniker ist beim Kunden und überprüft eine Maschine mit einem Fehler.
Kunde: Und, was meinen Sie?
Techniker: ? ! Schwer zu sagen, so einen Fehler hatten wir noch nie.
Kunde: ?!
Der "noch nie Fehler" ist einer der häufigsten Fehler. Er ist fachübergreifend zu finden.
Update:
Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Elektronische Hilfsmittel bestimmen unser Leben. Nur noch ältere Leute wissen, wie das früher war.
Der Chef und die Gesellen sitzen in der Brotzeit zusammen.
Chef zum Gesellen, der gerade stolz erzählte, dass er das neueste Update auf seinem Smartphone hat.
Chef: Und, wann hat du bei dir das letzte Update gemacht?
Geselle: Äh, wie meinen Sie das?
Chef: Na, wann hast du das letzte mal deinen Verstand auf den neuesten Stand gebracht?
Geselle: Geht das überhaupt?
Chef: Ja, das geht, nennt man Weiterbildung.
Geselle: Ach so, wirklich?
Chef: Ja wirklich
Geselle: Aber ich habe doch einen Gesellenbrief
Chef: Ja, einen antiquierten.
Geselle: Nein, nein, der ist erst so 15 Jahre alt. Der gilt für immer.
Chef: Der ist ja älter als mein Enkel
Geselle: Ach, Sie haben einen Enkel?
Chef: Ja, der hat auch ein Smartphone.
Geselle: Toller Bursche. Ist der gut in der Schule?
Chef: Mit seinem Smartphone schon.
Geselle: Ja, ein Smartphone ist wichtig.
Chef: Dann such mal deinen nächsten Kurs damit heraus.
Geselle: Das geht gerade nicht.
Chef: Wieso denn das?
Geselle: Ich habe gerade kein Netz.
Chef: Ja dann schau halt in den Katalog.
Geselle: Da muss ich ja selbst suchen und lesen.
Chef: Keine Sorge, du kannst auch unsere Sekretärin fragen.
Geselle: Ja, eine Sekretärin ist wirklich wichtig.
Chef: Das habe ich jetzt auch gerade bemerkt.
Der Chef schaut besorgt in die Zukunft seines Unternehmens und in die seines Enkels. Der Geselle hat immer wieder Kurse herausgesucht und später die Sekretärin geheiratet und die Meisterprüfung gemacht. Sie hatten einen Sohn, Andreas. Der Vater war mit dem Namen nur einverstanden, weil die Mutter ihm sagte, dass Andreas von Android abgeleitet wäre. Smartphones sind manchmal schon nützlich und Sekretärinnen nicht zu unterschätzen.
