Teamarbeit
Teamfähig sein gilt als eine unbedingte Voraussetzung um in eine anspruchsvolle Arbeit zu bekommen. Die Idee eines Teams ist es Kompetenz und Arbeitskraft zusammenzufassen um damit Größeres zu erreichen als die Summe der Einzelnen erzeugen würde.
Zum Beispiel:
Sie wollen an einer Insel mit dem Ruderboot anlegen. Die Brandung ist aber für ihr Boot zu stark. Der Strand bleibt für Sie unerreichbar.
Wenn Sie aber in einem Boot mit mehreren Ruderern sitzen, dann ist die Summe der einzelnen Ruderer größer als die Gegenkraft der Brandung und Sie können landen.
Das bedeutet, dass ein fähiger Einzelner kurz vor dem Ziel ausgebremst werden kann, wenn es dazu eine Gruppenanstrengung bräuchte.
Teams machen nur dann einen Sinn, wenn die Herausforderung ein Team erfordert. Nur ein Team bilden, weil dies in der heutigen Arbeitswelt modern ist, ist unter Umständen kontraproduktiv. Das bedeutet, dass das Team weniger erreicht, als die Summe der Mitglieder eigentlich erzeugen könnte.
Damit Leute ihre Leistung auch tatsächlich aufbringen, brauchen sie eine Herausforderung. In einer Gruppe kann man aber seine Schwächen leicht verbergen und man wird sie nie überwinden.
Zum Beispiel. Sie machen Tauziehen. Die Gruppenmitglieder, die sich damit identifizieren können, hängen sich voll rein und bringen ihre Höchstleistung. Andere halten sich eher am Seil fest, als dass sie ziehen. Es fällt ja nicht auf und es bekommt auch keiner heraus.
Anders sieht dies aus, wenn sie anstatt des Seiles die Teammitglieder sich an den Händen halten lassen und dann ziehen. Da wo die Kette reißt, da war der Schwächste. Das will jetzt auch keiner sein und da wächst dann der eine oder andere schon über sich hinaus.
Das bedeutet:
Ein Team braucht einen Leader, der ein Auge für so etwas hat, sonst hat er bald ein Team, mit dem er nichts erreichen wird.
Die Gesamtaufgabe muss bis zum Einzelnen exakt zurückverfolgt werden können, so dass ein jeder weiß, dass seine Leistung auch gerecht erkannt wird. Ein jeder kennt seinen Wert und den Wert des anderen, weil es zu sehen ist. Jetzt kann ein jeder nach seinen tatsächlich Stärken eingesetzt werden. Der eine oder andere verabschiedet sich wahrscheinlich aus solchen Teams, da er nicht will, dass man seine "Stärken" erkennt. Er wird sich Teams suchen, in denen er sich verstecken kann.
Ein guter Leader beurteilt zuerst die "Brandung", bevor er ein Team bildet.
Franz
03.10.26
