Verbesserungsvorschläge

Wer eine Sache gut versteht, der kann auch Schwachpunkte darin erkennen. Tut man was dagegen, dann verbessert man es. Man hat eine Verbesserungsidee.

Aber, wie kommt eine Verbesserungsidee nun überhaupt zustande. Nun, wenn man eine Sache lange genug macht, dann versteht man sie. Versteht man etwas, dann kann man es mit anderen Dingen, die man auch verstanden hat verknüpfen. Kurzum, der Verstand macht das, was er sollte, nämlich Daten verknüpfen um Probleme damit zu lösen. Das ist normal. Der Verstand liebt solche Herausforderungen. Es sind seine Überlebensbestätigungen. "Ich kann Probleme erkennen und lösen, somit kann ich überleben".

Da so gut wie ein jeder noch etwas anderes macht, außer seiner Arbeit und diese Dinge auch verstanden hat, schlummert da ein nahezu unbegrenztes Verknüpfungspotential in einem jeden.

Das Problem ist aber, dass viele eine Sache nicht lange genug bewusst machen um sie zu verstehen. Sie können sie gut, aber sie verstehen sie nicht, weil dies für die Arbeit nicht erforderlich ist. Der Verstand stellt uns hier ein Bein, sozusagen. Sobald der Verstand ein System oder einen Rhythmus in etwas erkennt, richtet er einen Automatismus ein und diesen aktiviert er dann, um die Sache zu erledigen. Man kann die Sache dann, wie im Schlaf, erledigen. Das läuft jetzt automatisch ab. Da braucht man nicht mehr darüber nachdenken. So erledigen wir einen großen Teil unserer Tätigkeiten. In so einem Zustand kommen keine geistreichen Verbindungen mehr zusammen.

Monotonie und Eintönigkeit verhindern neue Ideen.

Leute brauchen Herausforderungen, damit sie ihr Potential anzapfen müssen. Ist es zu einfach, dann wird weiter auf Automatik gearbeitet.

An der Herausforderung wächst man. Das ist auch einer der Gründe, warum viele Vorschläge von neuen Leuten, oftmals in der Einarbeitungsphase, kommen und nicht von den alten Hasen, die den Job ja schon lange machen. Der neue läuft noch nicht auf Automatik.

Also, wie gute Ideen entstehen, ist das eine, sie aber nicht mitzuteilen, ist etwas anderes.

Warum halten Mitarbeiter gute Ideen zurück?

Zum Einen kann es an dem Vorgang, wie man den Vorschlag mitteilen kann liegen. Erfordert es einen Vorgang, der dem Ausfüllen des Einkommensteuerbescheids nahe kommt, dann verzichten schon die ersten darauf. Für einen Steuerbeamten mag dies ein Klacks sein, für die meisten Anderen aber nicht. Einfache Sachen erledigt man gleich mal, wird's komplizierter, dann sucht man einen passenden Moment. Diesen findet man halt manchmal nicht und die Idee ist weg. Muss man jemanden fragen, wie ein guter Vorschlag eingereicht werden kann, dann ist es zu kompliziert.

Zum Anderen kann es auch daran liegen, dass den Mitarbeitern nichts daran liegt etwas zu verbessern. Sie sind damit zufrieden wie alles läuft und hoffen, dass es noch so weiter geht, bis zu ihrem Ruhestand. "Für mich wird's schon noch reichen, alles andere sollen die Jüngeren machen", hört man da schon mal als Begründung. Sie haben schon längst damit aufgehört aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen. Sie laufen auf Automatik und sind, was Änderungen anbelangt desillusioniert. Vielleicht haben sie in der Vergangenheit Vorschläge eingereicht, diese wurden aber übergangen oder abgebügelt. Wenn jemand eine Idee hat, die er für so wichtig hält, um sie auch einem Verantwortlichen mitzuteilen, dann geht man damit nicht leichtfertig oder abwertend um. Das war sonst der letzte Vorschlag den er eingereicht hat.

Vielleicht hat der Angestellte aber nur noch ein zwei Jahre bis zum Ruhestand und ist geistig bereits im Ruhestand. Man will es einfach langsam ausklingen lassen. Kommt auch oft vor.

Egal welche Gründe nun vorliegen, wer auf ein Ziel hinarbeitet, mit dem er sich identifizieren kann, der überwindet die Hindernisse, die sich da in den Weg stellen.

Oftmals wird der Vergleich mit dem Boot, indem man sitzt gebracht. Wer nur in einem Boot sitzt, weil er fürs Rudern bezahlt wird, der rudert halt nicht so beständig und hart, wie einer, der weiß, dass auch die Zukunft seiner Familie mit im Boot ist und dass es wichtig ist das Ziel schnell zu erreichen und nicht nur Zeit totzurudern.

Ständige Herausforderungen, leichte Bearbeitungswege und ein lohnenswertes Ziel. So werden gute Ideen geboren.


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