über Prüfungen

Lernen und Prüfungen; der Ausbildungskonflikt

Mitarbeiter werden ausgebildet um etwas zu lernen und zu können.

Der Erfolg wird mit einer Prüfung überprüft.

Das Bestehen der Prüfung ist daher für die Mitarbeiter sehr wichtig.

Viele Mitarbeiter legen deshalb ihren Lernschwerpunkt auf das Bestehen der Prüfung und weniger auf das Verstehen und Bestehen des Ausbildungsthemas.

Die Prüfung beinhaltet nur einen Teil des gesamten Ausbildungsstoffes. (Stichprobe)

Die Prüfung muss auch nur zu einem Teil, zum Beispiel 75% bestanden werden.

Um eine Prüfung zu bestehen, hat sich das System des Auswendiglernens, vor dem System des völligen Verstehens etabliert.

Man lernt also etwas auswendig, von dem man ausgeht, dass es in der Prüfung abgefragt wird, um damit die Prüfung zu bestehen und einen Nachweis zu haben, dass man etwas gelernt und verstanden hat.

Lernt man etwas auswendig für einen Test, dann verschwindet kurz nach dem Test etwa die Hälfte des Auswendiggelernten.

Nach 30 Tagen ist in etwas alles weg.

Diese Methode ist sinnlos, nutzlos und irreführend, da ja das Testergebnis weiterhin als Leistungsnachweis verwendet wird.

Wird eine Leistungsüberprüfung nur stichprobenartig durchgeführt, dann sollte eine 100% Erfolgsquote verlangt werden. Zumal es ja sowieso nur die 100% der Stichprobe sind. Schafft er diese 100% nicht, dann ist davon auszugehen, dass vom Rest des Stoffes auch nur wenig verstanden wurde, da er sich ja für die Stichprobe besonders vorbereitet hat.

Wird ein Gebiet nur stichprobenartig überprüft, dann müssen in dieser Prüfung die Dinge abgefragt werden, die ein Durchführen der Arbeit, die überprüft wird, zu 100% ermöglichen.

Wird nur das Verstehen eines Gebietes überprüft, dann müssen die Grundlagen abgefragt werden und Beispiele für die Anwendung.

Dass gesagt oder gezeigt nicht der ganze Weg zum Erfolg sind, ist schon sehr lange bekannt, wie dieser Ausspruch von Konfuzius zeigt.

"Sage es mir und ich werde es vergessen.

Zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten.

Lass es mich tun, und ich werde es können".

(Konfuzius, Chin. Philosoph 551 - 476) v. Chr.)


Nach wie vor ist die praktische Ausbildung und praktische Überprüfung der Weg zum Erfolg.


Lernen und behalten

Die "Behaltensquote" steigt mit der Anzahl der Wahrnehmungskanäle.

Auswendig Gelerntes für die Prüfung ist nach ca. 30 Tagen weg.

Nur Wissen, welches vollständig verstanden wurde, bleibt.

Wiederholen ist der Schlüssel zum Erinnern. Ca. 80 % des Erinnerns, wird durch Wiederholungen erreicht.

Mehr dazu?

Schauen Sie in die Trainertools.